Die Großtante des jetzigen Geschäftsführers Steffen Böhmig, Rose Weyh, arbeitete in Hamburg für Prof. Reiche. Dessen Tochter war durch eine geplatzte Wärmflasche schwer verbrüht worden und wurde von Rose Weyh ein Jahr lang liebevoll gepflegt, bis sie ihrer Verletzung letztendlich doch erlag. Der Vorname dieses jungen Mädchens war Rothtraut.
Obwohl seine Tochter nicht überlebt hatte, war Prof. Reiche Rose Weyh sehr zugetan und riet ihr, nach Föhr zu gehen und dort ein Kinderheim zu gründen. Klimakuren waren in der Zeit gerade stark im Kommen da sie auch von bekannten Ärzten wie Prof. Dr. Carl Häberlin und Dr. Carl Gmelin praktiziert wurden. Die staubarme Seeluft ist besonders für bronchial belastete Kinder und Exem-Kinder gut.
Mit finanzieller Unterstützung von Prof. Reiche und einem kleinen Erbe aus Dresden kaufte Rose Weyh zusammen mit ihrer Schwester Gertrud Weyh, einer Lehrerin, 1916 dann ein Sommerhaus (jetziges Stammhaus) einschließlich der Parzelle Land, auf dem es stand und zusätzlich noch zwei anschließende unbebaute Parzellen. Nach der Umrüstung des Sommerhauses zu einem winterbeständigen Haus (Einbau von Zentralheizung etc.) und dem Umbau des dazugehörigen „Stalles” zu einem Haus für das Personal wurde es noch im selben Jahr eröffnet: das erste ganzjährig geöffnete private Kindererholungsheim auf Föhr. Benannt wurde es nach dem verstorbenen Mädchen Rothtraut. Hausarzt war viele Jahre lang der oben genannte Arzt Prof. Carl Häberlin, nach dem auch das von ihm gegründete Wyker Friesenmuseum benannt wurde.
1924 wurde das Bungalow, damals Liegehalle genannt, gebaut, welches als Saal für die Mittagsruhe diente: ½ Stunde vor und 2 Stunden nach dem Mittagessen! 1927/28 wurden dann an das Stammhaus der Zwischenbau und das Landhaus (alle jetzigen Bezeichnungen gab es damals noch nicht und das Innenleben der Häuser war auch ganz anders; ausgerichtet auf ein Kinderheim mit großen Schlaf- und Esssälen, Gemeinschaftsduschen etc.) angebaut. Die ständige Verbesserung des Hauses und der hohe herrschende Standard, den die Schwestern Weyh forderten, kostete natürlich viel Geld. Dieses Geld kam von ihrem Bruder, dem Zahnarzt Walter Weyh, der eine wohlhabende Frau aus dem Hause H. L. Haukohl in Lübeck geheiratet hatte. So wurde er in den Jahren bis 1945 langsam aber sicher zum Besitzer des Haus Rothtraut, seine Schwestern waren aber die ganze Zeit lang Kinderheimleiterinnen.
1940 wurde das Haus Rothtraut vom Staat beschlagnahmt und zur Kinder-Land-Verschickung genutzt, bis es 1944 zum Hilfs-Lazarett wurde, dessen hauptsächliche Aufgabe allerdings nicht in der angewandten Medizin in Form von Operationen lag, sonder das eher wie eine heutige Rehabilitationsklinik fungierte, in der die operierten Soldaten genasen.
Nach Abzug der letzten geheilten Soldaten 1947 übernahm Hilde Böhmig, Tochter von Walter Weyh und Kriegswitwe mit 3 kleinen Kindern, die Leitung des Haus Rothtraut als Kinderheim. Sie führte 1953 zum ersten mal die sogenannte „Internatsabteilung” ein. Diese bestand aus 7 Mädchen und 11 Jungen, die nicht nur eine Kur lang da waren, wie es bei den anderen Kinderheimskindern der Fall war, sondern die das ganze Jahr lang blieben und die öffentlichen Schulen besuchten. (Die Kinderheimskinder wurden von zeitweise bis zu vier Privatlehrern unterrichtet, durften aber die öffentlichen Schulen nicht besuchen.)
1955 heiratete Hilde Böhmig ein zweites Mal. Mit Ihren Mann, Horst Öhl, einem begeisterten Erzieher, begründete sie das Internat Haus Rothtraut (IHR). Kinderheimskinder kamen von da an nur noch in den Sommerferien ins Haus. Aufgrund des großen Engagements aller Mitarbeiter blühte das Internat 3 Jahrzehnte. Im Durchschnitt wurden 60 Kinder und Jugendliche von 20 Mitarbeitern im IHR betreut.
1970 trat der jetzige Geschäftsführer Steffen Böhmig, der Sohn von Hilde Öhl-Böhmig, als Diplompsychologe in die Leitung ein.
In den 80er Jahren führten dann die zurückgehende Schülerzahl („Pillenknick”) und Vorbehalte gegen die Internatserziehung im Gefolge der 68er-Revolte (z.B. eine Parole: „die schlechteste Familie ist besser als das beste Internat!”) zu so stark zurückgehender Belegung, dass das Internat geschlossen werden musste.
In einem umfangreichen halbjährigen Umbau wurden in den Häusern komfortable Ferienwohnungen eingerichtet, die sich um einen großen Garten gruppieren. Seither ist das Gästehaus Rothtraut in Betrieb unter der Leitung von Steffen Böhmig, dem Großneffen der Begründerinnen des Kindererholungsheims „Haus Rothtraut”.
Obwohl seine Tochter nicht überlebt hatte, war Prof. Reiche Rose Weyh sehr zugetan und riet ihr, nach Föhr zu gehen und dort ein Kinderheim zu gründen. Klimakuren waren in der Zeit gerade stark im Kommen da sie auch von bekannten Ärzten wie Prof. Dr. Carl Häberlin und Dr. Carl Gmelin praktiziert wurden. Die staubarme Seeluft ist besonders für bronchial belastete Kinder und Exem-Kinder gut.
Mit finanzieller Unterstützung von Prof. Reiche und einem kleinen Erbe aus Dresden kaufte Rose Weyh zusammen mit ihrer Schwester Gertrud Weyh, einer Lehrerin, 1916 dann ein Sommerhaus (jetziges Stammhaus) einschließlich der Parzelle Land, auf dem es stand und zusätzlich noch zwei anschließende unbebaute Parzellen. Nach der Umrüstung des Sommerhauses zu einem winterbeständigen Haus (Einbau von Zentralheizung etc.) und dem Umbau des dazugehörigen „Stalles” zu einem Haus für das Personal wurde es noch im selben Jahr eröffnet: das erste ganzjährig geöffnete private Kindererholungsheim auf Föhr. Benannt wurde es nach dem verstorbenen Mädchen Rothtraut. Hausarzt war viele Jahre lang der oben genannte Arzt Prof. Carl Häberlin, nach dem auch das von ihm gegründete Wyker Friesenmuseum benannt wurde.
1924 wurde das Bungalow, damals Liegehalle genannt, gebaut, welches als Saal für die Mittagsruhe diente: ½ Stunde vor und 2 Stunden nach dem Mittagessen! 1927/28 wurden dann an das Stammhaus der Zwischenbau und das Landhaus (alle jetzigen Bezeichnungen gab es damals noch nicht und das Innenleben der Häuser war auch ganz anders; ausgerichtet auf ein Kinderheim mit großen Schlaf- und Esssälen, Gemeinschaftsduschen etc.) angebaut. Die ständige Verbesserung des Hauses und der hohe herrschende Standard, den die Schwestern Weyh forderten, kostete natürlich viel Geld. Dieses Geld kam von ihrem Bruder, dem Zahnarzt Walter Weyh, der eine wohlhabende Frau aus dem Hause H. L. Haukohl in Lübeck geheiratet hatte. So wurde er in den Jahren bis 1945 langsam aber sicher zum Besitzer des Haus Rothtraut, seine Schwestern waren aber die ganze Zeit lang Kinderheimleiterinnen.
1940 wurde das Haus Rothtraut vom Staat beschlagnahmt und zur Kinder-Land-Verschickung genutzt, bis es 1944 zum Hilfs-Lazarett wurde, dessen hauptsächliche Aufgabe allerdings nicht in der angewandten Medizin in Form von Operationen lag, sonder das eher wie eine heutige Rehabilitationsklinik fungierte, in der die operierten Soldaten genasen.
Nach Abzug der letzten geheilten Soldaten 1947 übernahm Hilde Böhmig, Tochter von Walter Weyh und Kriegswitwe mit 3 kleinen Kindern, die Leitung des Haus Rothtraut als Kinderheim. Sie führte 1953 zum ersten mal die sogenannte „Internatsabteilung” ein. Diese bestand aus 7 Mädchen und 11 Jungen, die nicht nur eine Kur lang da waren, wie es bei den anderen Kinderheimskindern der Fall war, sondern die das ganze Jahr lang blieben und die öffentlichen Schulen besuchten. (Die Kinderheimskinder wurden von zeitweise bis zu vier Privatlehrern unterrichtet, durften aber die öffentlichen Schulen nicht besuchen.)
1955 heiratete Hilde Böhmig ein zweites Mal. Mit Ihren Mann, Horst Öhl, einem begeisterten Erzieher, begründete sie das Internat Haus Rothtraut (IHR). Kinderheimskinder kamen von da an nur noch in den Sommerferien ins Haus. Aufgrund des großen Engagements aller Mitarbeiter blühte das Internat 3 Jahrzehnte. Im Durchschnitt wurden 60 Kinder und Jugendliche von 20 Mitarbeitern im IHR betreut.
1970 trat der jetzige Geschäftsführer Steffen Böhmig, der Sohn von Hilde Öhl-Böhmig, als Diplompsychologe in die Leitung ein.
In den 80er Jahren führten dann die zurückgehende Schülerzahl („Pillenknick”) und Vorbehalte gegen die Internatserziehung im Gefolge der 68er-Revolte (z.B. eine Parole: „die schlechteste Familie ist besser als das beste Internat!”) zu so stark zurückgehender Belegung, dass das Internat geschlossen werden musste.
In einem umfangreichen halbjährigen Umbau wurden in den Häusern komfortable Ferienwohnungen eingerichtet, die sich um einen großen Garten gruppieren. Seither ist das Gästehaus Rothtraut in Betrieb unter der Leitung von Steffen Böhmig, dem Großneffen der Begründerinnen des Kindererholungsheims „Haus Rothtraut”.

